Das Alter

Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch unser innerer Tag für Tag erneuert.    2. Korinther 4,16

So mancher Christ im Alter hat diese biblische Realität schon erfahren. Wenn man ihn fragt, wie es ihm geht, erhält man oft zur Antwort: „Meine Kraft läßt immer mehr nach. Die Einsamkeit wird immer größer. Doch der Herr verläßt mich nicht!“ Solche Aussagen beschreiben die Not, welche das Alter mit sich bringt, aber auch den Trost, den Jesus Christus dann geben wird.

Das Leben wird anders wenn man nicht mehr so gut hören kann wie früher und die Bewegung immer beschwerlicher vonstatten geht. Die Sehkraft läßt nach und man kann nicht mehr an allen Dingen des Lebens teilnehmen, fühlt sich oft ausgeschlossen und ist von der Hilfe anderer abhängig.

Im Alter empfindet man verstärkt die Vergänglichkeit des Lebens. Freunde sterben und man selbst wird einsamer und vielleicht auch ein wenig sonderbar. Manchesmal fehlt es an Zuwendung. In dieser Lage wird man vielleicht bitter und möchte aufbegehren. Auch die Kunst des Altwerdens will gelernt sein.

Doch für den Christen gibt es zusätzliche Voraussetzungen. Auch im Alter können wir die Nähe des Herrn täglich erfahren. Das verspricht der obige Vers. Trübe Tage können durch die Aussicht auf die ewige Herrlichkeit aufgehellt werden. So kann das Alter zu einer gesegneten Zeit für uns werden, wo die Lebensumstände dazu führen, dass wir unsere Herzen vom Irdischen lösen.

Früher standest du im Mittelpunkt, hattest Ansehen und Anerkennung. Nun hast du das nicht mehr nötig. Du bist dankbar geworden für kleine Handreichungen. Der äußere Mensch, der sichtbare Körper ist hinfällig, aber der innere Mensch wird durch den vertrauten Umgang mit deinem himmlischen Herrn täglich erneuert. Auf diese Weise bist du auch im hohen Alter keine Last für andere – ganz im Gegenteil.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.